Stammtisch mit Folgen
Samstag, 11. April …. es war wieder Stammtischzeit
Die Wetterapp versprach richtig gutes Rollerwetter. Allerdings kostet es doch ein wenig Überwindung, morgens bei frischen fünf Grad auf den Roller zu steigen. Wie gut, dass es für alle Wetterlagen entsprechende Motorradkleidung gibt.
Unsere Rollerfreunde, die weit vom Treffpunkt entfernt wohnen, hatten nicht soviel Glück. Bei Temperaturen von morgendlichen drei Grad Frost haben sie dann doch die Fahrt im Auto vorgezogen – verständlich!


Nach intensiven Benzingesprächen und Plauderei über dies und das stand die Sonne bereits hoch am Himmel. Es versteht sich von selbst, dass für Rollerpiloten in diesem Fall noch eine Tour gefahren werden muss!
Leider konnten unsere „Weitfahrer“ nicht dabei sein. Bei der nächsten Tour sind wir wieder komplett!
Zu viert sind wir in Richtung Havelberg gestartet. Die Strecke war uns noch gar nicht bekannt aber sehr gut fahrbar.
Hier verließ uns unser Thomas und fuhr in Richtung seiner Heimat Schwerin weiter.
Die alte Seilfähre brachte uns mit etwas Mühe auf die andere Seite der Havel. Starke Strömung macht alten Fähren manchmal ganz schön zu schaffen!


Weiter ging die Fahrt durch malerische kleine Dörfer und durch eine herrliche Landschaft bei super Sonnenschein und genau das ist es, was das Cruisen mit Motorrollern zu einem absoluten Erlebnis macht!
Bei Seehausen musste die Großbaustelle der A 14 umfahren werden. Es ist schon gewaltig, was für ein Aufwand betrieben werden muss, um eine Autobahn neu aus dem Boden zu stampfen; leider zu Lasten der Natur!
Unsere Fahrt ging weiter durch den Landstrich, der sich „Aland“ nennt. An manchen Stellen hat man hier den Eindruck, die Zeit wäre stehen geblieben. Alte Dörfer mit ebensolchen Höfen und Häusern und viel Wald wecken hier Erinnerungen an alte Zeiten.
Letztlich erreichten wir unser Pausenziel in Höhbeck.
Hier wurde einem alten Gasthaus wieder neues Leben eingehaucht und das wollten wir testen. Ergebnis: Eine nette kleine Gastlichkeit, bei der man durchaus einkehren kann.
Da sie ein wenig versteckt liegt wird die Zeit zeigen, ob sie Bestand hat.
Immerhin boomt hier der Radtourismus und Radfahrer haben auch Hunger und Durst.


Jede Pause hat einmal ein Ende und so brachte uns die nahe gelegene Elbfähre über den Fluß nach Lenzen. Von hier aus ist die Strecke so etwas wie unser zweites Zuhause.
Die Elbuferstraße ist schließlich immer wieder ein Highlight! Das gilt übrigens für beide Seiten des Flusses.
Von hier aus war es gar nicht mehr weit bis nach Breese, ein Ort mit einer Eisdiele. Und damit kann man den Rollerfreunden aus der Prignitz immer eine Freude machen!
Letztendlich endete hier unsere Tagestour und jeder machte sich auf seinen Weg Richtung Heimat.
Etwas über zweihundert errollerte Kilometer sind gar keine große Leistung. Aber jeder einzelne davon war die Reise wert; wieder einmal ein starker Tag in einer tollen Gemeinschaft!