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Oberlausitz – wir kommen

Wenn jemand eine Reise tut, dann kann er ´was erzählen; das gilt auch für unsere diesjährige Mehrtagestour in die Oberlausitz.

Zu zweit fuhren wir bei bestem Rollerwetter über tolle Land- und Kreisstraßen über Havelberg, Brandenburg (Stadt) und Zossen zum Treffpunkt in Wünstorf.

Momentan gibt sich die Natur aber auch wirklich alle Mühe, uns Rollerpiloten die Touren zu einem grandiosen Erlebnis zu machen; zumindest für den, der etwas dafür übrig hat.

Treffpunkt Wünstorf – Roller auf dem Parkplatz

Ab Wünstorf waren wir zu fünft. Mit Thomas als Tourenguide ging die Fahrt weiter.

Dazu muß man wissen, dass er in der Oberlausitz aufgewachsen ist und sich in der Gegend hervorragend auskennt; ein Vorteil der sich auf der ganzen Tour auszahlen sollte.

Weiter ging die Fahrt durch das ehemalige Abbaugebiet von Braunkohle in Lauchhammer und Schwarzheide. Wo früher riesige Bagger und Förderbänder im Einsatz waren sind heute große Seen zu finden oder die Natur hat sich ihr Territorium zurück erobert. Und wenn dann noch eine Straße durch so ein Gebiet führt, ist das schon ziemlich cool!

Bevor die letzten siebzig Kilometer in Angriff genommen wurden, war noch Zeit für eine Pause. Zur Abwechselung gab es mal keinen Kaffee sondern kühlen Matetee.

Wie die Gesichter auf dem Bild unschwer erkennen lassen, war das Getränk nicht gerade das, was alle erwartet hatten. Der Geschmack erinnerte irgendwie an Heu.

Leute – was haben wir da bloß getrunken ? ? ?

Gruppe bei der Pause mit Matetee

Irgendwann kamen wir dann in unserer Pension „Drei Linden“ in Schirgiswalde – Kirschau an. Klein, sauber und alles was man unterwegs benötigt, war vorhanden inklusive gefüllter Kühlschrank mit Kasse des Vertrauens. Mehr braucht man nicht.

Pension Drei Linden in Schirgiswalde-Kirschau

Nach kurzem Einchecken ging es noch einmal auf die Piste Richtung Tschechien. Die Grenze war nur zwölf Fahrminuten entfernt und kurz dahinter befand sich eine Tankstelle und das Gasthaus „Balaton“; gut für die Geldbörse und gut für den Magen.

Feierabend im Gasthaus Balaton in Tschechien

Hier gesellte sich nun auch Siegi zu uns und machte unsere Gruppe komplett. Durch technische Probleme musste er verspätet starten und alleine fahren.

Ein Blick aus dem Fenster am nächsten Morgen verhieß nichts Gutes. Es regnete und zwar ordentlich!

Wir entschieden uns für eine Städtetour durch Bautzen. Das war nicht weit zu fahren und somit machbar. Wir haben es nicht bereut; eine schöne gepflegte Altstadt und Eisdielen gibt es dort natürlich auch.

Brücke in Bautzen bei bewölktem Himmel
Feierabend im Gasthaus Balaton in Tschechien
Marktplatz in Bautzen
Bronzeskulptur in der Bautzen Altstadt
Motorroller parken auf dem Marktplatz in Bautzen
Brunnen in der Bautzen Altstadt
Gasse in der Bautzen Altstadt

Der St. Petri Dom als ältester Kirchenstandort in der Oberlausitz war innen wie außen ein imposantes Gebäude; siehe auch: de.wikipedia.org/wiki/Dom_St._Petri_(Bautzen)

Dom St. Petri Bautzen – Außenansicht
Dom St. Petri Bautzen – Innenansicht mit Orgel

Abgerundet wurde der Tag durch eine kleine Runde durch die „Sächsische Schweiz“. Trotz des „durchwachsenen“ Wetters war es ein super Tag für alle.

Der zweite Tag unserer Mehrtagestour war geprägt vom Cruisen auf Straßen, die wohl kaum ein Biker kennt.

Es ging durch die „Böhmische Schweiz“ – speziell über Rumburk, Schönlinde, Hrensko ins Kirnitzschtal. Hier begegnete uns die alte Kirnitzschtal Straßenbahn mit einem ohrenbetäubenden Quietschen, das wohl immer bei Kurvenfahrten auftritt. Sie führt von Bad Schandau zum Lichtenhainer Wasserfall und befördert überwiegend Touristen durch das Kirnitzschtal.

Kirnitzschtal Straßenbahn im Wald
Wasserfall im Kirnitzschtal

Unsere Strecke durch die Natur war atemberaubend und Liebhaber von Kurvenfahrten kamen voll auf ihre Kosten!

Weiter ging unsere Reise zur Rundfahrt durch die „Sächsische Schweiz“. Das nächste Ziel war der Kurort Rathen mit der Auffahrt zur „Bastei“, einer Felsformation mit einer Aussichtsplattform, die eine fantastische Aussicht auf das Elbtal und das Elbsandsteingebirge bietet.

Blick vom Bastei-Felsen auf das Elbtal
Felsformationen der Bastei in der Sächsischen Schweiz
Blick vom Bastei ins Elbsandsteingebirge
Blick vom Bastei ins Elbsandsteingebirge

Auf dem Rückweg und zum Abschluß des Tages besuchten wir noch ein Cafe´ in Gohlisch.

Der letzte Tag bot uns wieder etwas alt bekanntes, Regen! Aber die gute alte „Gummipelle“ macht bekanntlich alles etwas leichter.

Dunkle Wolken ziehen auf

Und so starteten wir am letzten Tag dieser Tour noch einmal durch die Sächsische Schweiz in Richtung Tschechien. Unser Ziel war die Bikerhöhle in Lindava.

Ausgewiesen als einzigartiger Treffpunkt im Lausitzer Gebirge ist die Sandsteinhöhle in der Bikerwelt generell sehr beliebt. Tatsächlich lohnt sich eine weite Anreise extra zum Besuch nicht!

Man befährt eine Höhle, kann dort eine kleine Runde drehen, etwas essen und trinken und mehr nicht. Wer hier allerdings kulinarische Highlights erwartet ist völlig fehl am Platz!

Motorroller in der Sandsteinhöhle Lindava
Beleuchtete Skulptur in der Bikerhöhle Lindava

Spektakulär ist allerdings die Strecke dorthin! Kleine kurvenreiche Straßen bergauf und wieder hinunter durch Wald und Flur machen eine Tour dorthin zu einem ganz besonderen Erlebnis!

Als Rückweg zu unserem Quartier war eine große Runde durch die „Böhmische Schweiz“ Richtung Bad Schandau geplant. Einsetzender und nicht enden wollender Regen zwang uns letztlich zum Abbruch der Tour und es ging auf direktem Weg zurück zur Pension.

Irgendwann ist jede Mehrtagestour einmal zu ende und der Rückweg in die Heimat war trotz durchwachsenem Wetters relativ unspektakulär. Alle sind wieder gut nach Hause gekommen.

Was bleibt ist die Erinnerung an schöne Tage, spektakuläre Strecken und eine tolle Gemeinschaft!

Gutes Wetter lässt sich nun mal nicht planen.