Wochenendtour nach Thüringen
Zugegeben – mit dem Motorroller zu einer Wochenendtour nach Thüringen ist schon etwas sportlich und vielleicht auch etwas verrückt.
Aber manchmal müssen Rollerpiloten tun was Rollerpiloten eben tun müssen, auch wenn das Ziel weit entfernt liegt. Der Weg ist das Ziel!
Für uns hieß es Zella-Mehlis und schon früh ging es los.
Nach dem ersten Treff in Havelberg fuhren wir vorerst zu dritt weiter bis Möckern.
Hier gab es eine Tank- und Frühstückspause und Alex aus Zossen stieß zu uns.
Die Pause fiel tatsächlich etwas länger aus.
Wir hatten uns zufällig eine äußerst angenehm und gemütlich eingerichtete Tankstelle mit einer sehr guten kulinarischen Frühstücksauswahl ausgesucht.

Nach viel fröhlicher Schnackerei ging es weiter zu einem Abstecher in Richtung Harz; über Harzgerode und Kelbra Richtung Kyffhäuser (Denkmal) und auf der anderen Seite wieder hinunter; siehe auch: wikipedia.org/wiki/Kyffhäuserdenkmal
Das Interessante für uns Rollerfahrer ist nicht unbedingt das Denkmal, sondern die Strecke dorthin.
Unter Bikern ist sie wegen der Kurven berühmt und auch berüchtigt. Viele Motorradunfälle mit teilweise tragischen Folgen sind immer wieder ein Zeugnis wilder Raserei!
Wohl dem, der auf eine vernünftige Fahrweise steht. Sein Problem sind dann nicht die scharfen Kurven, sondern die Raser, die natürlich überholen müssen; auch da, wo man es besser lassen sollte.
Bisher war der Wettergott gnädig mit uns. Aber auf den letzten vierzig Kilometern musste doch noch Regenkleidung angelegt werden. Im strömenden Regen kamen wir schließlich in unserer Pension an.
Der Rest unserer „Mannschaft“ war schon einen Tag früher angereist und schon vor Ort.
Damit waren wir erstmalig zur Tour vollzählig!
Und nicht nur das; wir hatten auch einen Gastfahrer für dieses Wochenende.
Norbert – er war extra aus Leipzig angereist um an diesem Wochenende die Tour mit uns zu fahren.
Wir hatten uns vor einiger Zeit in einem Chat kennen gelernt und der Kontakt ist nie abgerissen.
Als erfahrener Rollerfahrer, der immer mal wieder mit den verschiedensten Gruppen unterwegs ist, passte er hervorragend in unsere Gruppe!

Unsere Wirtin hatte extra für uns eine Garage abgestellt. Das ist auch nicht selbstverständlich.
So konnte uns der Regen egal sein.
Auf diesem Wege noch einmal ein herzliches DANKESCHÖN ! ! !
Es war Feierabend für diesen Tag und wir konnten zum gemütlichen Teil übergehen.
Bei Bier und „Knabberkram“ ging so manche Anekdote über den Tisch und die wichtigen Benzingespräche durften natürlich auch nicht fehlen.

Das erste Ziel des nächsten Tages hieß Fahrzeugmuseum Suhl (fahrzeug-museum-suhl.de)
Wer sich für historische Zweiräder und Autos aus Ost und West interessiert, kommt hier voll auf seine Kosten; das betrifft auch Motorroller.
Und so ergab sich eine kuriose Situation:
Acht moderne Motorroller draußen vor der Tür und historische Roller im Museum.



Mein persönlicher Favorit war der Simson Supra (de.wikipedia.org/wiki/Simson_Supra)

Mit 16 Ltr. auf 100 Kilometer passt dieses Fahrzeug wohl nicht so ganz in die heutige Zeit.
Unser Augenmerk galt natürlich den vielen Zweirädern und deren Entwicklung.


Ein weiteres Highlight war wohl der Nachbau einer Harley – Davidson aus Edelholz


Natürlich kam das Cruisen nicht zu kurz.
Von Suhl über Ilmenau, Gehren, Wümersbach nach Gräfenroda; über Land- und Kreisstraßen ging es bei bestem Wetter durch die herrlichen Landschaften Thüringens.
Zum Ausklang des Tages trafen wir uns abends zum Brainstorming beim Bier und es gab natürlich viel zu erzählen.

Der folgende Sonntag war schon wieder der Rückreisetag.
Nach dem gemeinsamen Frühstück wurde es Zeit für ein ausgedehntes „tschüüüs“
Norbert trat seine Fahrt nach Leipzig an, unser Thomas fuhr Richtung Süddeutschland in die Berge und wir anderen starteten Richtung Prignitz, wobei Alex uns in Möckern in Richtung Zossen verließ.
Letztlich sind wir alle wieder gut zu Hause angekommen und blicken auf ein tolles Wochenende zurück und es besteht durchaus die Möglichkeit, dass wir im nächsten Jahr eine Tour in Richtung Leipzig starten.