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Haithabu, eine Tour mit Hindernissen

Unsere Fahrt zu den Wikingern nach Haithabu sollte die letzte geplante Tour in dieser Saison sein.

Die Probleme begannen schon damit, dass nicht alle Teilnehmer pünktlich am Treffpunkt eintrafen. Dann tanken am späten Vormittag? Aktuell eine ganz schlechte Idee! Da zur Mittagszeit die Preise anzogen, waren die Zapfstellen entsprechend gut besucht.

Die Folge daraus war ein verspäteter Tourstart. Um Zeit zu sparen, wurde der erste Teil der Strecke verkürzt und führte uns über die ziemlich langweilige Bundesstraße 5 Richtung erstem Pausenpunkt.

Fischbrötchen und Kaffee am Schaalsee waren da genau das Richtige!

Motorroller vor der Schaalseefischerei
Pause mit Fischbrötchen am Schaalsee

Weiter ging die Reise durch Schleswig-Holstein über herrliche Straßen; immer schön abseits der Hauptverkehrsstraßen – Momente, die das Cruisen immer wieder zu einem Erlebnis machen.

Aber irgendwo hinter Kaltenkirchen kam so langsam unser Zeitmanagement ins Wanken und der verspätete Start vom Vormittag rächte sich. Unser Ziel war Molfsee in der Nähe von Kiel und das war noch weit entfernt. Vor dem Hintergrund entpuppte sich die geplante Strecke als zu lang und nicht mehr realisierbar. Schleswig-Holstein hat eben auch seine Größe.

Nach Rücksprache mit dem Hotel blieb nur noch eine Kürzung der Strecke übrig. Es sollte wohl alles so sein, denn am Himmel zogen Regenwolken auf und beim ersten Getröpfel erreichten wir unsere Unterkunft.

Schnell einchecken, und dann ran an Bier und Schnitzel!

Die Nacht und der nächste Tag brachten vor allem eines: Regen!

Der Start Richtung Haithabu verlief noch einigermaßen trocken. Aber beim Eintreffen im Wikingermuseum gingen die Schleusen auf und blieben es auch; mal mehr – mal etwas weniger.

Das Gelände des Museums (haithabu.de) ist sehr weitläufig und nichts für schlechtes Wetter. So blieb es beim Besuch des Museums und des dazugehörenden Cafés.

Hier einige Eindrücke:

Darstellung eines Wikingers im Museum
Figur einer Wikingerfrau in einer Vitrine
Ausstellungstafel „Auf dem Weg nach Haithabu“
Vitrine zum Kammergrab 5, der reichsten Bestattung Haithabus
Wikingerschwert in einer Vitrine
Nachbau eines Wikingerschiffs in der Museumshalle
Figur eines Wikingerkriegers in einer Vitrine

Das Highlight der gesamten Tour erwartete uns beim Verlassen des Museums.

Fünf Rollerpiloten aus befreundeten Clubs hatten sich trotz des nordischen Schietwetters auf den Weg gemacht, nur um sich mit uns zu treffen und gemeinsam einige Kilometer zu bezwingen.

Das muss man erst mal bringen – Chapeau; Ihr seid die Größten!

Harald von den Rollerfreunden Käffchentourer
Volker von den Rollerfreunden Käffchentourer
Michael von den Rollerfreunden Käffchentourer
Siegi von den Alster Rollern

Uwe und Siegi von den Alster Rollern und Harald, Volker und Michael von den Rollerfreunden Käffchentourern.

Uwe von den Alster Rollern

Harald und Volker hatten wir schon einmal anlässlich einer Tour in Mecklenburg-Vorpommern kennengelernt und begleitet (zum Bericht). Und jetzt wollten sich die beiden revanchieren, wie cool!

Als Erstes führten sie uns in die Holländerstadt Friedrichstadt mit einer tollen Innenstadt und sogar Grachten.

Leider zeigte sich das Wetter wieder einmal von seiner üblen Seite; es regnete und eine Stadtrundfahrt fiel leider dem Besuch einer Eisdiele zum Opfer – war aber ein guter Tausch.

Gemeinsame Runde unter den Schirmen der Eisdiele in Friedrichstadt
Gute Laune in der Eisdiele in Friedrichstadt
Pause auf dem Marktplatz in Friedrichstadt
Giebelhäuser am Marktplatz von Friedrichstadt
Rollerpiloten bei den Motorrollern in Friedrichstadt

Und weiter ging die Fahrt – wir fuhren eine große Runde zum Eidersperrwerk; einem Bauwerk zum Küstenschutz zwischen Nordsee und der Mündung der Eider.

Was für ein riesiges und imposantes Bauwerk!

Gedenktafel am Eidersperrwerk, erbaut 1967–1973
Blick auf das Eidersperrwerk

Eigentlich ist der Parkplatz vor dem Bauwerk immer gut gefüllt. Allerdings sah das wetterbedingt an diesem Tag etwas anders aus und es kam sogar noch starker Wind dazu; Nordseeküste eben.

Dafür gab es aber einen Stand mit leckeren Fischbrötchen und Kaffee. Für diesen Moment war das genau das Richtige.

Motorroller auf dem Parkplatz am Eidersperrwerk

Was für ein toller Nachmittag!

Aber irgendwann ist auch der schönste Nachmittag zu Ende. Wir machten uns gemeinsam auf den Weg zurück und nach und nach verließen uns unsere Freunde und fuhren in ihre jeweilige Richtung nach Hause.

Michael von den Käffchentourern brachte uns noch in die richtige Richtung und wies uns den Weg zur Fähre über die Eider. Das hätte er nicht machen müssen. Sein Rückweg war nämlich ein anderer, und das bei dem Regen.

Auf diesem Wege noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön, Michael!

Unser Weg nach Hause am nächsten Tag war eigentlich nur noch Formsache. Sogar der Wettergott hatte Mitleid, auch wenn es erst gar nicht danach aussah.

Noch ein letztes Mal Kaffee und Kuchen auf Gut Schwechow, dem Wesergold-Areal, bevor uns unser Tourenguide Mario wieder sicher in die Prignitz führte.

Kaffee und Kuchen auf Gut Schwechow